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Warum kann uns Fieber heilen?

Als Fieber bezeichnet man ein begleiterscheinendes Phänomen, welches oftmals bei Krankheiten des menschlichen Körpers auftritt und sich in dem Ansteigen der Körpertemperatur auf über 38°C bemerkbar macht.

Enstehung des Fiebers

Fieber ist nicht wie meistens falsch angenommen eine Krankheit an sich, sondern viel mehr eine Abwehrreaktion des Körpers durch Temperaturanstieg und damit auch Anzeichen dafür, dass sich der menschliche Mechanismus verstärkt mit der Krankheitsbekämpfung befasst. Ist der Mensch von einer Infektion betroffen, werden automatisch Abwehrstoffe gebildet. Einige nennen sich sogenannte Pyrogene, welche das Fieber erzeugen. Das bedeutet: Der Körper empfindet den Normwert von 36,6°C als zu kalt und regt alle Vorgänge an, die zu einer Erhöhung der Temperatur führen. Zunächst wird der Körper in Form von Bewegung unweigerlich durch Kontraktion und Erschlaffung der Muskeln aufgewärmt, was als Schüttelfrost bezeichnet wird. Gleichzeitig sendet das Gehirn der Haut Signale, welche die Blutgefäße verengen, weniger Wärme nach außen abgegeben wird und sich der Körper weiter aufheizen kann. Diese Reaktionen werden durch das Ansteigen des Stoffwechesl zusätzlich unterstützt.

Positive Aufwirkung des Fiebers auf den Genesungsprozess

Ist die geforderte Temperatur erreicht, wird vermehrt die Produktion von Antikörpern begünstigt. Zwischen 38 und 41°C werden

Fieber kann auch heilen, da es eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers ist.

Fieber kann auch heilen, da es eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers ist.

sogenannte Immunzellen wie z.B. Granulozyten, Makrophagen oder Lymphozyten produziert. Dennoch sollte man das Fieber messen, da eine Andauerung einer sehr hohen Temperatur auch gefährlich für den Menschen werden kann. Sie verhindern, dass sich die Bakterien vermehren und damit ausbreiten können. Die Bakterien werden angegriffen, unschädlich gemacht und es erfolgt ein Abtransport der Erreger und dessen Gifte. Fieber fungiert sozusagen wie ein Katalysator bei dem bestimmte Reaktionen beschleunigt werden und damit der Heilungsprozess schneller vonstatten läuft.
Während dieses Vorgangs fängt der Körper an zu schwitzen, wodurch die Körpertemperatur reguliert wird, damit eine Schädigung der Zellen ausgeschlossen ist. Dementsprechend werden auch die Blutgefäße ab einer bestimmten Temperatur wieder geweitet, die Schweißproduktion wird angekurbelt und durch die so entstehende Verdunstungskälte wird die Körpertemparatur und damit auch das Fieber wieder gesenkt.
Demzufolge sollte man das Fieber bis zu einem gewissen Punkt ansteigen lassen, bevor man zu Antibiotika greift und den ursprünglichen Zustand wiederherstellt. Nehmen die Fiebernden dennoch fiebersenkende Medikamente ein, bremsen sie damit eventuell ihr Immunsystem aus. Der menschliche Körper kann seine Temperatur allerdings in bestimmten Situation auch senken, so dass es bis zu einer Untertemperatur kommen kann.